Polaroid 1000 Land Camera: Taugt das Kult-Modell zum Fotografieren?

Dieses Modell von Kamera eignet sich leider nicht für Innenaufnahmen ohne Blitz. Das liegt an der geringen Empfindlichkeit des Films (ISO 100-150) kombiniert mit der sehr kleinen Blende (f14.6). Es landet also immer sehr wenig Licht in der Kamera. Wenn bei weniger als hellem Sonnenlicht fotografiert werden soll (das ist schon bei Bewölkung grenzwertig), muss ein Blitz oder ein Stativ verwendet werden, sonst verwackeln die Bilder. Das begrenzt die Nützlichkeit für Schnappschüsse sofort auf Portraits oder, im Falle des Stativs, auf Stilleben.

Hinzu kommt noch die sehr einfache Linse der Kamera: es ist eine Kunststoff-Linse mit festem Fokus. Das bedeutet, dass immer auf eine bestimmte Entfernung scharfgestellt wird, egal, ob sich das Subjekt des Fotos dort befindet oder näher dran bzw. weiter weg. Der Fokus-Bereich der 1000 liegt bei ca. 1 Meter bis 5 Meter. Näher dran und weiter weg sollte es also nicht sein, damit das Foto scharf wird.

Blitzgeräte für die 1000 gibt es dreierlei: die klassische „Flash Bar” (General Electric, Osram) mit 10 Einmal-Blitzen, den klassischen Polaroid „Q-Light Flash” und, eine neue Entwicklung, die MiNT SX-70 Flash Bar.

Fazit: mit Blitz oder Sonnenlicht können auch aus der Polaroid 1000 Land Camera gute Bilder kommen – aber es geht mit Kameras der 600er Reihe wesentlich leichter, da diese generell weniger Licht benötigen und einen eingebauten Blitz haben.